Heute ist Tag 4 von 29. Wenn ich heute aus irgendeinem Grund heim fahren müsste, wäre es keine Enttäuschung. Denn ich habe mich schon ein paar Male überwinden müssen, habe Dinge erlebt, gesehen und getan die ich sonst noch nie gemacht habe. Und das schon an Tag vier. 

„We must take adventures in order to know where we truly belong.“ – unknown


Leider trübt diese Romantik nur das mittlerweile für viele Anrainer der Alpenregionen die Ferien begonnen haben und aus der spontanen Flexibilität leider ein 1-Woche-im-voraus-buchen geworden ist. Wir sind gerade sogar am überlegen ob wir die kommenden 3 Wochen vorbuchen wollen. 

Mit wir sind Stefan und ich gemeint. Wir haben uns am zweiten Tag getroffen und teilen neben Tempo und Humor nun auch, wo es geht, ein Doppelbett. Auch waren sehr schwere Wanderwege ohne ihn eine Mammutaufgabe gewesen. Klar ist alleine sein auch schön aber die wenigsten gehen alleine. Zu zwei bedeutet vor allem Sicherheit. 

Etwa 10-15 gleiche Wanderer in der selben Zeit

Mit uns sind seit Samstag etwa 10-15 andere Wanderer auf dem gleichen Abschnitt unterwegs. Und es ist immer sehr lustig sich mit den anderen wieder zu treffen. Oft hilft man sich in der Gruppe weiter, gibt Tipps weiter oder warnt vor übervollen Herbergen und Hot-Spots. 

Für die kommenden Tage stehen uns aber mehrere Probleme ins Haus. 

  1. Das Wetter kippt: Richtung Wochenende soll es wieder stark regnen und das Gewitterrisiko steigt stark an. Wir werden versuchen solche Etappen im geschützten Tal zu laufen und Berge zu melden wo es geht. Bzw. schon um 6 Uhr loslaufen und vor dem Unwetter da sein.
  2. Die Ferienzeit verstärkt das Problem mit Hüttenplätzen sehr: wir müssen lange im Voraus planen und nehmen und so ein Stück Freiheit in der Routenfuhrung. 
  3. Ein Tag Verzug: heute müssen wir wegen voller Hütten eine halbe Etappe auslassen und die morgige auf zwei Tage strecken. Nun werden wir alles daran setzen den Tag durch eine andere Route wieder reinzuholen. Mal sehen wir das klappt. 

Aber: die Füße machen mit, der Rucksack ist gut und die Knie haben die ersten harten Abstiege gemeistert. Es könnte also alles noch schlimmer sein. 

Die Bilder entstanden die letzten Tage. Leider ist das Internet in Jachenau nicht der Knaller 🙂